Anfangs war es ein sehr feuchter Start. Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, nahm die Prüfung Fahrt auf und um 14.00 Uhr hatten dann alle acht Gespanne die Prüfung bestanden. Danke an Nele und Claudia für das Mitlegen der Schleppen und danke an Dr. Norbert Bock, dass der „Norddeutsche“ noch einmal im Revier Nienwohld eine Langschleppenprüfung durchführen konnte.
Traditionsgemäß treffen sich im Winter Mitglieder und Freunde des „Norddeutschen“ zu einer Winterveranstaltung mit einem gemeinsamen – für Mitglieder des NJGHV kostenfreien – Essen und einem spannenden Vortrag. Früher fand diese Veranstaltung als „Matjesessen“ im Ratsweinkeller in Hamburg statt. Seit mittlerweile drei Jahren ist der Festsaal der Gemeinde Ammersbek, der „Pferdestall“ unser Treffpunkt.
Der Abend begann mit den Grußworten unseres ersten Vorsitzenden Torsten Seehaase und einigen von der Bargteheider Bläsern vorgetragenen Signalen.
Danach erinnerte Torsten Seehaase – stellvertretend für alle im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder des „Norddeutschen“ – an unseren ehemaligen Ehrenvorsitzenden Klaus Pfau. Nach einer Gedenkminute folgte ein letztes von den Bläsern vorgetragenes Halali.
Nachdem sich Torsten Seehaase bei den Bläsern bedankt hatte, wurde das Buffet frei gegeben. Nach dem Essen sollte eigentlich Jannick Böhnke einen Vortrag über Raubwildbejagung halten. Leider sagte er diesen Vortrag sehr kurzfristig ab. Zur Freude des Vorstandes und der Anwesenden erklärte sich Marco Klose, der eigentlich „nur“ als Gast eingeladen war, ganz spontan bereit, einen Vortrag über die Einarbeitung des jungen Jagdhundes für die Fährtenarbeit zu halten. Ganz, ganz herzlichen Dank für diesen tollen, informativen, aus dem Stegreif gehaltenen Vortrag! Alle Anwesenden waren sehr angetan von den vielen Tipps, wie und wann man die ersten Fährten arbeiten sollte – dazu wurden Fragen gestellt und einige der Anwesenden machten sich Notizen.
Nach diesem eindrucksvollen Vortrag beendete Torsten Seehaase den Abend mit einem Dank an den Referenten und einigen abschließenden Worten an die Anwesenden.
Nach unserem gelungenen Wurstseminar im Mai des letzten Jahres stand für uns schnell fest: so etwas Ähnliches müssen wir unbedingt wiederholen!
So entstand der Plan für ein „Wildes Seminar“. Da die Jagdzeit auf Rehwild am 31.01. vorerst endet, hatten wir den 10. Januar ins Auge gefasst. Dass das aufgrund der prognostizierten Wetterlage mit Schneesturm und Schneeverwehungen beinahe ins Auge gegangen wäre, haben wir natürlich vorher nicht geahnt. Aber das Wetter war dann doch lange nicht so dramatisch wie angekündigt – also konnte unser Seminar stattfinden.
Acht Teilnehmer trafen sich am Jagdhaus von Lore Rogge um unter der Leitung von Kevin Giering zu sehen, wie man ein Reh bzw. ein Wildschwein fachgerecht aus der Decke schlägt.
Kevin gab dazu viele Tipps und zeigte uns, worauf besonders zu achten ist. Anschließend wurden das Reh und der Frischling zerlegt. Kevin demonstrierte, wie die Knochen ausgelöst werden, aus welchen Teilen man am besten Steaks schneidet und wie der Rücken perfekt fertiggemacht wird – faszinierend, einem Fachmann bei der Arbeit zuzusehen.
Schließlich wurde in Gemeinschaftsarbeit das restliche Wildbret im Fleischwolf zerkleinert, die Gewürze wurden untergemischt, die Fleischmasse in den Wurstfüller und dann in die Därme gefüllt bzw. zu Cevapcici, Burger Patties und Wraps verarbeitet.
Zwischendurch durften wir uns in der „Jägerhöhle“ bei Kaffee, Fliederbeerensaft und Kuchen aufwärmen bzw. stärken.
Schließlich wurden die marinierten Steaks, Cevapcici, Rehrücken und mehr auf den Grill gelegt und wir konnten dann zünftig in der Jägerhöhle vor dem Ofen beim Erzählen von jagdlichen und anderen Geschichten unsere „Kreationen“ genießen.
Es blieb natürlich am Ende einiges übrig, sodass jeder noch etwas für die Familie mit nach Hause nehmen konnte.
Es war wieder ein total gelungener „wilder Kurs“ mit dem Fazit: „ Das müssen wir unbedingt auch im nächsten Jahr wieder machen. Unser ganz, ganz herzlicher Dank geht an Lore Rogge, die uns ihre Wildkammer und die Jägerhöhle zur Verfügung gestellt hat, die den Frischling gespendet und uns dazu noch mit heißen Getränken versorgt hat. Bedanken möchten wir uns auch ausdrücklich bei Kevin Giering – große Klasse, wie er diesen Kurs geleitet hat!
Zur diesjährigen VGP/ VPS, die wie immer in Kooperation zwischen dem NJGHV und dem VUV, LG Nordmark durchgeführt wurde, hatten 16 Gespanne gemeldet. Eine Hundeführerin musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen.
Unter der Leitung unseres Prüfungsobmannes Hartwig Witter fand die Prüfung in vier Gruppen in den Revieren Sachsenwald, Ritzerau, Gräberkate, Lütjensee und Todendorf statt. Ein ganz großes Dankeschön geht wieder einmal an die Revierinhaber!
die VGP haben bestanden:
Bailey vom Ermker Esch, UK, F.: Lukas Stehr: 1. Preis mit 318 Punkten Ronja vom Wagnersgrund, UK, F.: Maik Schlauß: 1. Preis mit 312 Punkten Enno von der Bodenteicher Heide, UK., F.: Hadger Draht: 2. Preis mit 277 Punkten Titus von Neibur, UK., F.: Stefan Dierks: 3. Preis mit 281 Punkten Eika von Reitbrock, DK, F.: Lena Haak mit 296 Punkten (o.l.E.)
dieVPS haben bestanden:
Carlotta vom Knaakenort, Labr., F.: Grit Griem-Krey: 1. Preis mit 195 Punkten Ayko vom Eversten Moor, KLM., F.: Volker Gaatz: 3. Preis mit 170 Punkten Anouk vom Knaakenort, Labr., F.:Timo Probst: mit 162 Punkten (o.l.E.) Life is Life Take it Easy Theo, Labr., F.: Eva Zürcher: mit 157 Punkten (o.l.E.)
Perfektes Herbstwetter – trocken, windstill und gute Bodenfeuchtigkeit, harmonische Richtergruppen und gute Hunde – was will man mehr… Mit den Signalen „Begrüßung“ und „Hunderuf“ eröffneten die Bläser Barbara Pohlmann, Klaus Lorenzen und Peter Rippler die Prüfung.
Nach den einleitenden Worten durch die Suchenleitung wurden die sechs erschienenen Gespanne den beiden Richtergruppen zugeteilt bzw. zugelost. Ein Gespann arbeitete eine 40 – Std Sw-Fährte, eins eine 40 Std. Fs-Fährte, eins eine 20 Std. Sw-Fährte und drei eine 20 Std. Fs-Fährte. Nach der Besprechung und Gruppeneinteilung erklang das Signal „Aufbruch zur Jagd“. Danach rückten beide Gruppen ab.
Nach gut drei Stunden hatten fünf Gespanne die Prüfung bestanden. Nur eins war den frischen Schwarzwildverleitungen nicht gewachsen.
Erfolgreich waren:
1. Amea vom Naunhofer Forst 97/21L Hündin, Weimaraner VFsP 20 Std.: Fs I Führer: Michael Schlätel, 23818 Neuengörs
2. Basco vom Betzenstein 23-101 Rüde, BGS VFsP 20 Std.: Fs: I Führerin: Nina Stäcker, 23898 Wentorf aS
3. Flinte von der Elbe 253239 81227 Hündin, Deutsch Drahthaar VFsP 20 Std.: Fs III Führer: Christopher Sokoll, 22929 Schönberg
4. Fred von Mare Germanicum 18-UD-0818 Rüde, Magyar Vizsla VFsP 40 Std.: Fs /III Führerin: Christine Hakim, 25474 Ellerbek
5. Diestel vom Haaler Gehege 19T0009K Hündin, Teckel Kurzhaar VSwP 40 Std.: Sw /II Führer Udo Wolfgang Sauerbrey, 22869 Schenefeld
Zum Abschluss der Prüfung gab es ein gemeinsames Essen im Restaurant Grande und danach die Prüfungsergebnisse. Sieger der heutigen VSwP/ VFsP und damit Gewinner des Wanderpreises des NJGHV war die Weimaranerhündin „Amea vom Naunhofer Forst“ mit ihrem glücklichen Führer Michael Schlätel. Beeindruckend bei diesem Gespann war, dass die Hündin die Verleitungen kontrollierte, aber sich dann selbständig korrigierte und die Fährte weiterbrachte.
Ein großes Dankeschön geht wieder einmal an die Revierpächterin Lore Rogge dafür, dass sie uns auch für diese Prüfung einen Teil ihres Revieres zur Verfügung gestellt hat. Bedanken möchten wir uns auch bei den Bläsern, den Fährtenlegern und den Richtern.
Am 30. August veranstaltete der „Norddeutsche“ eine „etwas andere Wasserfortbildung“. Zunächst gab es Theorie in der Hütte des Landesjagdverbandes Hamburg. Die Referentin Bianca Willems stellte neben Prüfungsordnungsfragen das Thema „Einweisen am Wasser“ in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen.
Sie erklärte, warum es sinnvoll ist, wenn man den Hund in eine gewünschte Richtung schicken kann und wie man den Hund einarbeitet.
Gerade am Wasser ist es bei den Herbstprüfungen von Vorteil, wenn man den Hund einweisen kann. So kann man sowohl beim Verlorensuchen als auch beim Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer den Hund besser unterstützen.
Nach zwei Stunden Theorie und einer kleinen Pause
ging es im zweiten Teil der Veranstaltung zu praktischen Übungen/ Demonstrationen ans Wasser.
Am 23.08. fand in diesem Jahr die vereinsinterne Prüfung des „Norddeutschen“ in Nienwohld statt. Dieses wunderschöne Revier wird uns wegen der Neuverpachtung leider für die nächste VIP nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein großes Dankeschön geht auch an dieser Stelle noch einmal an Dr. Norbert Bock, der uns in den letzten Jahren die Durchführung der VIP im Revier Nienwohld ermöglicht hat. Ein Dankeschön geht auch an die Richter für sehr faire Benotungen und an die Fährtenleger.
Gemeldet waren in diesem Jahr 12 Hunde. Leider hatten wir ganz kurzfristig 3 Absagen, sodass letztlich noch 9 Gespanne am Start waren; Reto von Utlande mit Dr. N. Bock Jiva vom Klostersee mit Sabine Kuppe Brise von der Westernheide mit Constantin Loginow Feketici-vadasz Kincsem mit Mareike Reimers Life is Life Take it Easy Theo mit Eva Zürcher Fred von Mare Germanicum mit Christine Hakim Lepalus Be a star Dux mit Steffi Dülsen-Schierbeck Anouk vom Knaakenort mit Timo Probst Eastern Oak Frieda mit Dr. Birgit Noelle
Morgens gab es zur Stärkung erstmal ein gemeinsames Frühstück im Cafe Vogelsang in Bargfeld-Stegen. Anschließend erfolgte die Gruppeneinteilung und dann ging es in drei Gruppen ins Revier Nienwohld. Wie immer war es spannend die verschiedenen Rassen (1 PP, 1 Weim., 2 UK, 1 UD, 3 Labr., 1 Toller) bei den geforderten Arbeiten Sw, Schleppe, Verlorensuchen, Apportieren am Wasser, Gehorsam zu sehen. Am Ende konnte allerdings nur ein Hund die mögliche Höchstpunktzahl von 144 Punkten erreichen: Mareike Reimers mit Feketici-vadasz Kincsem
Alle anderen hatten doch einige Punktabzüge, weil es mit dem Apportieren, der Schleppe oder der Sw-Arbeit nicht 100 %ig klappen wollte. Aber bis zu den Herbstprüfungen ist ja für kleine Korrekturen noch Zeit genug.
Den Abschluss der VIP bildete ein gemeinsames Essen in der „Alsterschleuse“ in Kayhude. Es war ein schöner, entspannter, harmonischer Tag mit bestem Spätsommerwetter. Es hat wieder einmal Spaß gemacht, dabei zu sein.
Auch in diesem Jahr haben wir im Rahmen unseres Vorbereitungskurses auf die Verbandsfährtenschuhprüfung und als Teil unserer Verbandsrichterfortildung Sw ein Anschussseminar veranstaltet. Wie in den letzten beiden Jahren hat der anerkannte Nachsuchenführer Marco Klose diese Veranstaltung praxisnah und kompetent vorbereitet und geleitet.
Im theoretischen Teil ging es um die Voraussetzungen für einen sicheren Schuss – Richtiges Kaliber? Richtige Munition? Waffe gut eingeschossen? Gute Auflage zum Schiessen? – und um die richtige Vorgehensweise, wenn das beschossene Stück Wild nicht in Sichtweite verendet ist – Wie hat das Wild gezeichnet? Anschusssuche? Anschusszeichen? Wann kann ich mit meinem Hund nachsuchen? Welche Ausrüstung brauche ich für eine Nachsuche? Wie weit kann ich nachsuchen? Wann muss ich einen Profi holen?
Im ersten praktischen Teil hatten die ca 20 Teilnehmer zunächst verschiedene Organproben zu identifizieren.
Im zweiten praktischen Teil – immer wieder ein Oha – Erlebnis für alle Teilnehmer – wurde an einem Stück Fallwild gezeigt, was und wo man überall nach dem Schuss Risshaar, Schnitthaar, Schweiß, Kugelriss und Geschosssplitter finden kann.
Im dritten praktischen Teil hatten die Teilnehmer verschiedene von Marco Klose vorbereitete Anschüsse im Wald zu finden und einzuschätzen.
Wir bedanken uns wieder ganz herzlich bei Marco Klose für seine kompetenten Ausführungen und für die vielen praxisnahen Tips und Hinweise.
Nach dem Anschussseminar gab es eine kurze Pause mit Hot dogs, Getränken, Kaffee und Kuchen. Danach ging es weiter mit unserer Richterfortbildung Sw. Nach einer kurzen Einführung verteilte Jan-Peter Stephan, der Leiter dieser Fortbildung, Fragebögen an die Teilnehmer. Gemeinsam wurden die Fragen dann durchgesprochen. Anschließend gab Jan-Peter Stephan noch Hinweise zur Organisation und zur Durchführung von Verbandsschweiss- bzw. Verbandsfährtenschuhprüfungen. Gegen 15.30 Uhr war die Fortbildung zu Ende.
Wir bedanken uns ganz herzlich beim Referenten und wir danken natürlich auch Lore Rogge, dass sie uns wieder ihr Revier für diese Veranstaltungen zur Verfügung gestellt hat.
Am 28.06. fand der diesjährige Übungstag des VUV, Landesgruppe Nordmark und des Norddeutschen Jagd- und Gebrauchshund- Vereines im Schwarzwildgatter Segeberger Heide statt. Da in den meisten Revieren mit Schwarzwild zu rechnen ist, ist eine Einarbeitung der Hunde in der kontrollierten Umgebung des Gatters überaus sinnvoll. Insgesamt konnten 11 Hunde (8 UK, 1 Labr. Retr., 1 EpPic und 1 BGS) erste Erfahrungen am Schwarzwild sammeln.
Und da zeigten sich große Unterschiede. Während einige Hunde sehr verhalten arbeiteten, zeigten andere, z.T. sehr junge Hunde, große Passion am Schwarzwild. So konnten alle Teilnehmer wertvolle Erkenntnisse sammeln, wie die Hunde bei Schwarzwildkontakt agieren und wie ggf. die weitere Ausbildung aufgebaut werden kann.
Bei entsprechendem Interesse wird es auch in 2026 wieder einen Termin im Gatter geben.
Tolles Sommerwetter, sehenswerte Hundearbeiten, gute Laune und ein fröhliches Miteinander – das war der Hundetag 2025. Er begann um 9.15 Uhr mit der Begrüßung und Gruppeneinteilung durch unseren 1. Vorsitzenden Torsten Seehaase. In zwei Gruppen konnten wir uns dann sechs Hunde bei der Schweißarbeit ansehen, in zwei weiteren Gruppen konnten die Hundeführer mit ihren Hunden Verlorensuchen üben und Schleppen im Wald arbeiten.
Nach der Hundearbeit wurde gemeinsam gegrillt und geklönt. Es war ein in jeder Beziehung gelungener, schöner Tag. Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst… Wir bedanken uns einmal mehr bei Lore Rogge, die wieder ihr Revier für die Hundearbeiten zur Verfügung gestellt und anschließend für Würstchen, Steaks und Salate gesorgt hat.