Winterveranstaltung 2024

Die „Winterveranstaltung“ des „Norddeutschen“ – früher das Matjesessen – war mit über 70 Teilnehmern sehr gut besucht. Erstmals fand sie im „Pferdestall“ in Ammersbek statt.

Nach der Begrüßung durch die Stormarner Bläser folgten die Grußworte unseres ersten Vorsitzenden Torsten Seehaase. In seiner Ansprache erinnerte er auch an unseren am 29. Januar verstorbenen Ehrenvorsitzenden Hans Pfau. Nach einer Gedenkminute folgte ein letztes von den Bläsern vorgetragenes Halali.

Nach zwei weiteren Signalen folgte schließlich das Signal „Zum Essen“.

Nach dem Essen hielt dann Gerd Büge einen superinteressanten und spannenden Vortrag über die jagdlichen Veränderungen, die durch die Verwendung von bleifreier Munition, von Wärmebild- und Nachtsichttechnik und von Schalldämpfern zu beobachten sind. Er wies auf das veränderte Verhalten unseres Wildes vor und nach dem Schuss hin und demonstrierte, wo man nach dem Schuss nach welchen Schusszeichen suchen muss.

Nach diesem lehrreichen und praxisorientierten Vortrag beendete Torsten Seehaase den Abend mit einem Dank an den Referenten und einigen abschließenden Worten an die Anwesenden.

Hans Pfau – Nachruf

Am 29.01.2024 verstarb nach langer Krankheit unser Ehrenvorsitzender Hans Pfau.

Er war fast dreißig Jahre – von 1980 bis 1991 und von 1997 bis 2015 – Vorsitzender des „Norddeutschen“. 2015 gab er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen auf.

In seiner langen Zeit als 1. Vorsitzender bestimmte er maßgeblich die Geschicke unseres Vereins. Er setzte sich immer für die Ausbildung und Prüfung brauchbarer Jagdhunde ein. Selbst war er ein hoch geschätzter Verbandsrichter und Verbandsschweißrichter. Als Prüfungsleiter richtete er unter vielen anderen Prüfungen 1981 die 50. VGP und 1991 die 25. VSwP des NJGV aus. Dabei forcierte er den Richteraustausch mit anderen Vereinen, veranstaltete Richterschulungen und förderte und forderte die Verbesserungen der Prüfungsordnungen.
Außerdem bemühte er sich immer um einen starken Zusammenhalt unter den Vereinsmitgliedern. So etablierte er 1981 zusammen mit Familie Franzen die Vereinsinterne Prüfung des „Norddeutschen“ in Niendorf und er sorgte dafür, dass jedes Jahr das bei allen Vereinsmitgliedern beliebte „Matjesessen“ im Hamburger Ratsweinkeller stattfinden konnte.
Für seine Verdienste wurde ihm 2003 die Ehrennadel des Vereins mit 2 Rubinen verliehen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal für seinen großartigen Einsatz und sein Engagement bedanken. Wir haben einen engagierten und kompetenten Hundemann verloren und werden seine offene, hintergründig humorvolle Art vermissen.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und seinen Freunden.

Der „Norddeutsche“

Klaus-Rogge-Sachsenwald-Verbandsfährtenschuhprüfung am 28.10.2023

Die VFsP war die letzte Veranstaltung des Norddeutschen in diesem Jahr. Trotz des regnerischen Wetters war es eine harmonische und gelungene Jahresabschlussveranstaltung.

An erster Stelle möchten wir uns natürlich bei der Revierpächterin Lore Rogge bedanken, die uns wieder einmal ihr Revier für die Prüfung zur Verfügung gestellt hat. Bedanken möchten wir uns auch bei allen anderen, die zum Gelingen der Prüfung beigetragen haben.

Sechs Gespanne (2 DD, 1 PP, 1 Alpenländische Dachsbracke, 1 Brandlbracke und 1 Tiroler Bracke) stellten sich dieser anspruchsvollen Prüfung, vier davon kamen zum Stück, zwei waren mit den vielen Verleitungen einfach überfordert.

Besonders die DD-Hündin „Bente von der Elbe“ mit ihrem Führer Patrick Petersen überzeugte mit einer sicheren und fährtentreuen Arbeit quer durch frische Schwarzwildverleitungen (Fs I). Patrick konnte wie schon im letzten Jahr als Suchensieger den Wanderpreis des „Norddeutschen“ mit nach Hause nehmen. Dazu gab es in diesem Jahr auch noch eine Einladung zur Drückjagd und einen silbernen Bruch.

Die DD-Hündin „Chilli vom Vernicher Feld“ mit Annett Berendt und der Pudelpointerrüde „Calle II vomOrsoyer Land“ mit Jeannette Giessler kamen ebenfalls ohne Abruf zum Stück und erhielten ein Fs I.

Der Alpenländische Dachsbrackenrüde „Dobby von der kleinen Försterei“ mit seinem Führer Martin Michael kam leider zweimal auf Verleitungen weit von der Fährte ab (2 Rückrufe), gelangte aber dank der Umsicht und Ruhe seines Führers doch noch zum Stück und erhielt ein Fs III.

Herzlichen Glückwunsch und Waidmannsheil!

G.H.

VGP/ VPS am 7./ 08.10.2023

Anfang Oktober fand wie in jedem Jahr die in Suchengemeinschaft vom VUV, Landesgruppe Nordmark, und vom „Norddeutschen“ ausgeschriebene VGP und VPS statt. Zur VGP hatten zehn Hundeführer und Hundeführerinnen ihre Hunde (7 Ung. Kurzhaar, 2 Ung. Drahthaar, 1 KLM) gemeldet, zur VPS vier (1 Labrador, 1 KLM, 1 Ung. Kurzhaar und 1 Flat coated Retr.).
Nach der im Regen in der Waldhütte im Sachsenwald abgehaltenen Begrüßung durch Hartwig Witter ging es den ganzen Samstag weiter im strömenden Regen. Am Abend gab es wohl niemanden mehr, der nicht durchnass war. Die VPS-Hunde und ihre Führer, die am Samstag alle Fächer zu absolvieren hatten, waren abends nicht nur prüfungsmäßig „fertig“.
Am Sonntag hatte der Wettergott dann doch ein Einsehen. Die VGP-Hunde konnten die restlichen Prüfungsfächer bei sonnigem Herbstwetter absolvieren. Auch das „Schüsseltreiben“ konnte auf dem Hof von Familie Griem-Krey draußen in der Nachmittagssonne stattfinden.

Bestanden haben die VGP:

Karlie von der Wohldbeek, UK, F.: Erik Martensen m. 330 Punkten im 1. Preis (Sw: 4 h, Verw.)
Anja vom Franzosenstein, UD, F.: Josef Gratz mit 325 Punkten im 1. Preis
Fanny vom Wagnersgrund, UK, F.: Sven Böttcher mit 320 Punkten im 1. Preis
Enya vom Holsteiner Brook, UK, F.: Rene Brudnikow mit 308 Punkten im 2. Preis
Linde von der Wohldbeek, UK, F.: Jörg Bahlo mit 278 Punkten im 2. Preis

Fünf VGP-Hunde erreichten das Ziel leider nicht, bei einem reichte es bei der Schweissarbeit nicht zu einem Genügend, drei versagten bei der Wasserarbeit und ein Hund brachte das Kaninchen nicht.

Die VPS haben alle Hunde bestanden:

Apollo vom Knaakenort, Labr., F.: Jan Heinze mit 214 Punkten im 1. Preis (VPS m.F.)
Dunaparti Drotos Mano, UK, F.: Christoph Halstenberg mit 191 Punkten im 1. Preis
Harper vom Schwarzen See, KLM, F.: Johanna Raben mit 180 Punkten im 3. Preis
Pride Of Greenyard A Secret Of Success, FlCR, F.: Cordula Sommerburg mit 156 P. im 3. Preis

Ganz herzlichen Dank wieder einmal an die Revierinhaber, die Richter und natürlich an Fam. Griem-Krey und herzlichen Glückwunsch und Waidmannsheil an die erfolgreichen Führer.

GH

Richterfortbildung

Am 11.08. veranstalteten der „Norddeutsche“ und die LG Nordmark (Verein Ungarischer Vorstehhunde) gemeinsam eine Richterfortbildung zum Thema „HZP mit Hasenspur“.
Referentin war Heidi Fitzner, Kreishundeobfrau in der KJS Segeberg und Verbandsrichterin.

Anhand von Fotos und Videos wurden Hundearbeiten von allen HZP-Fächern (Feldarbeit, Wasserarbeit und Schleppen) gezeigt und deren korrekte Beurteilung dann mit den anwesenden Richtern und Richteranwärtern diskutiert.

Ein ganz, ganz großes Dankeschön geht noch einmal an Heidi Fitzner für diese sehr interessante und informative, interaktive Fortbildung. Ich denke mal, dass alle Anwesenden wieder das eine oder andere dazu gelernt haben,

GH

Vereinsinterne Prüfung 2023 (VIP)

Zehn Hundeführer und Hundeführerinnen stellten ihre Hunde am 06.08. bei der VIP des Norddeutschen in Nienwohld vor.

Die VIP ist keine offezielle Prüfung, sie soll den Leistungsstand der Hunde dokumentieren und bei den Hunden, die auf eine VGP oder VPS vorbereitet werden, eventuelle Defizite aufdecken. Deshalb werden in jedem Fach zwar Leistungsziffern vergeben, aber das Endurteil lautet dann „nur“ bestanden – unter der Voraussetzung, dass in allen Fächern genügende Leistungen gezeigt wurden.

Bei der VIP geht es aber nicht nur um Hundearbeit – es geht ebenfalls darum, einen netten Tag unter Gleichgesinnten zu verbringen.
Auch das leibliche Wohl kommt bei der VIP nicht zu kurz. Angefangen vom Frühstück in der Bäckerei Mathiessen über einen kleinen Snack mit Kaffee und Kuchen im Revier bis zum gemeinsamen Essen im „Barglings“ kamen wieder alle auf ihre Kosten.
Und der gelegentlich auftretende Nieselregen konnte der guten Laune nichts anhaben.

Ganz herzlichen Dank nochmal an den Revierinhaber Dr. Bock, an die fairen Richter und an die fleißigen Fährtenleger.

GH

Anschussseminar

Im Rahmen unseres Vorbereitungskurses auf die Verbandsschweißprüfung bzw. Verbandsfährtenschuhprüfung veranstaltete der “Norddeutsche” am 22.07. nicht nur für die Kursteilnehmer ein Anschussseminar.

Referent war der vom LJV- SH anerkannte Nachsuchenführer Marco Klose. Er beantwortete umfassend und kompetent alle Fragen von der richtigen Munition angefangen über korrektes Verhalten vor dem Schuss bis zum Vorgehen nach dem Schuss, wenn das beschossene Stück Schalenwild sich nicht mehr in Sichtweite befindet.

  • Worauf achte ich nach dem Schuss?
  • Wann und wie gehe ich zum Anschuss?
  • Was kann ich am Anschuss finden?
  • Sollte ich Gefundenes markieren bzw. sichern?

Und dann – die wichtige Frage für Hundeführer, die einen geprüften, brauchbaren Hund am Riemen haben:

  • Wann kann ich selbst nachsuchen und wann sollte ich tunlichst einen Profi holen?

Um diese Fragen zu beantworten, hatte Marco Klose verschiedene Organ- und Knochenproben vorbereitet, die identifiziert und im Hinblick auf eine Nachsuche eingeschätzt werden sollten:

Außerdem hatte er verschiedene Anschüsse simuliert, die von den Teilnehmern gefunden und beurteilt werden sollten:

Last, not least zeigte Marco Klose an einem Stück Fallwild, was und in welchem Umfang im Anschussbereich vor und hinter dem Wildkörper alles zu finden ist.

Alle Teilnehmer konnten von dieser hochinteressanten, lehrreichen Veranstaltung profitieren und waren entsprechend sehr zufrieden.

GH

Sommerzusammenkunft

Bei typischem schleswig-holsteinischem Sommerwetter durfte der „Norddeutsche“ am 16. Juli in der urigen Jagdhütte des Landesjagdverbandes Hamburg seine Sommerzusammenkunft abhalten. Zunächst gab´s Kaffee und Kuchen, danach hielt Gernot Maaß, ausgewiesener Rotwildexperte, einen Vortrag über das Rotwild im Duvenstedter Brook. Zunächst zeigte er Bilder von verschiedenen Pflanzenformationen im Brook, berichtete vom ursprünglich gebauten Rotwildgatter und von den Rotwildimporten aus Osteuropa. Dann konnten wir beeindruckende Fotos von einigen aktuellen „Brookhirschen“ sehen. Gernot Maaß wies allerdings auch darauf hin, dass es heute leider nur noch Rotwildinselvorkommen in Schleswig-Holstein gibt. Zwar wandern gelegentlich Hirsche zwischen den Populationen hin und her – leider kennt man die genauen Wanderwege noch nicht – aber es gibt mittlerweile mehr und mehr Hinweise auf eine genetische Verarmung der Bestände.

Das war ein äußerst interessanter und informativer Vortrag – noch einmal ganz, ganz herzlichen Dank!

Zum Abschluß der Veranstaltung gab es noch Leckeres vom Grill und natürlich wurde geklönt und noch über den Vortrag diskutiert.

GH

Hundetag 2023

Bei schönstem Sommerwetter veranstaltete der „Norddeutsche“ am 10.06.2023 seinen diesjährigen Hundetag. Wieder einmal hatte Lore Rogge ihr Sachsenwald-Revier für diesen Tag zur Verfügung gestellt und uns die Möglichkeit gegeben, mit den Hunden Schweißfährten und Schleppen zu arbeiten, Verlorensuchen zu üben und/ oder Gehorsamsübungen zu machen. Spannend war es, die unterschiedlichsten Hunderassen (Deutsch Kurzhaar, Deutsch Langhaar, Deutsch Drahthaar, Ungarisch Kurzhaar, Ungarisch Drahthaar, Kleiner Münsterländer, Labrador Retriever, Flat coated Retriever, Beagle, Teckel, Borderterrier, J.R.Terrier) bei verschiedenen Arbeiten zu beobachten.
Nach 3 Stunden Hundearbeit trafen sich dann alle Teilnehmer in der Jagdhütte, wo Lore Rogge und ihr Team ein Grillbuffet vorbereitet hatten. Ganz, ganz herzlichen Dank noch einmal für die tolle Organisation und das leckere Essen.
Alle Beteiligten waren am Ende zufrieden und waren sich einig: das war wirklich ein gelungener, entspannter, wunderbarer Tag.

GH

Laut- und Schussfestigkeitsnachweis 2023

Hunde, die auf einer Stöberprüfung, einer Verbandsschweissprüfung, einer Verbandsfährtenschuhprüfung oder auf einer Brauchbarkeitsprüfung Schalenwild Schleswig-Holstein geführt werden sollen, benötigen einen Lautnachweis und den Nachweis der Schussfestigkeit. Dies kann entweder auf einer offiziellen Prüfung (VJP/ HZP o.ä.) oder gesondert in Anwesenheit von 2 Richtern nachgewiesen werden.

Vier Hundeführer nutzten am 23.04. die vom „Norddeutschen“ in einem hervorragend mit Hasen besetzten Revier gebotene Gelegenheit, den Lautnachweis und den Schussfestigkeitsnachweis zu erbringen.

Die Borderterrierhündin von Christian Schanze und die DL-Hündin „Helene vom Ziegelweiher“ von Torsten Seehaase zeigten anhaltenden Sichtlaut am Hasen und waren schussfest.

Eine UK-Hündin bliebt leider stumm, ein Brandlbrackenrüde hetzte sichtlaut, entzog sich aber dann der Prüfung und war erst nach 3,5 Stunden, also lange nach Ende der Prüfung, wieder bei seinem Besitzer. Daher konnte ihm vorerst nur der Laut bescheinigt werden.

Gisela Heilmann